Rechnungen / Forderungen – Verjährungsfrist

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Beitrag des Users Busty

Wer Rechnungen stellen und andererseits auch zahlen muss weiß, dass bestimmte Fristen eingehalten werden müssen.

Wann genau verjähren Rechnungen? Und ab wann kann man Mahnungen schreiben?

Ansprüche

In einer Rechnung gibt es immer Ansprüche und Rechte, je nachdem ob man der Rechnungssteller oder der Empfänger ist. Der Rechnungssteller drückt mit der Rechnung den Anspruch aus, etwas vom Empfänger zu verlangen.

Der Rechnungssteller wird in der Fachsprache auch Gläubiger genannt, der Empfänger ist der Schuldner, da er dem Gläubiger etwas, in den meisten Fällen Geld, schuldet.

Verjährung

Verjährung bedeutet, dass der Anspruch des Gläubigers, als des Rechnungsstellers nicht mehr nachgegangen werden muss.

Der Schuldner muss seine Rechnung also gesetzlich nicht mehr zahlen. Natürlich kann man die Leistung weiterhin von ihm fordern, er kann aber die Einrede der Verjährung geltend machen.

Verjährungsfrist

Die Verjährung kann normalerweise nach 3 Jahren vom Schuldner geltend gemacht werden. Dies wird auch als regelmäßige Verjährungsfrist bezeichnet (§ 195 BGB).

Die Verjährung beginnt meist Ende des Jahres in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger davon erfahren hat, oder ohne groß fahrlässig gehandelt zu haben erfahren hätte müssen.

Wenn also der Schuldner eine Rechnung stellt, kann er davon ausgehen, dass der Gläubiger nun über den Anspruch Bescheid weiß. Zum Ende dieses Jahres beginnt also die Verjährungsfrist, unabhängig davon ob die Rechnung im Januar oder im November geschrieben wurde.

Außnahmen

Ausnahmen von der ‚normalen’ Verjährungsfrist von 3 Jahren fallen zum Beispiel bei Möbeln, Kleidung oder Elektrogeräten an. Hier beträgt die gesetzliche Verjährungsfrist lediglich zwei Jahre. Bei Baumängeln jedoch verjährt eine Forderung erst nach 5 Jahren.